Derzeit laufen zwei von Alleinerziehenden(verbänden) initiierte Petitionen, die sich gegen die geplanten Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss und für eine Verbesserung der finanziellen Situation von Alleinerziehenden und ihren Kindern aussprechen:
https://innn.it/unterhaltsvorschuss
https://weact.campact.de/petitions/unterhaltsvorschuss-nicht-streichen
Zum Hintergrund: Bundesfamilienministerin Karin Prien kündigte an, den Unterhaltsvorschuss, d. h. die staatliche Ausfallleistung bei nicht oder unregelmäßig gezahltem Kindesunterhalt, künftig zu beschränken. Dieser soll in Zukunft bereits mit dem 16. Geburtstag des Kindes enden und nicht mehr, wie bisher, mit dem 18. Geburtstag. Zugleich wird das Kindergeld bei der Berechnung auch weiterhin zu 100% auf den Unterhaltsvorschuss angerechnet – anders als im Koalitionsvertrag festgehalten.
Sozialverbände warnen vor weiter steigender Armut bei Alleinerziehenden und ihren Kindern, da der Wegfall des Geldes eine erhebliche Lücke im Budget der betroffenen Familien bedeuten würde (ein Viertel des Haushaltsnettoeinkommens laut einer Studie des Allensbach-Instituts für Demoskopie von 2020). Bundesweit wären zehntausende Jugendliche ab 16 Jahren direkt von den Kürzungen betroffen.

